H₂-Lab: Wasserstoff-Ökosystem Bodensee-Alpenrhein
Im Interreg-Leuchtturmprojekt bringen wir die Energiewende mit grünem Wasserstoff voran.
Die Kernelemente des Projekts sind:
Grenzüberschreitende H2-Anwendungen: Das Projekt rückt die Wasserstoffanwendung in der Schifffahrt, im Gütertransport sowie in der Industrie in den Fokus.
Grenzüberschreitender H2-Handel: Beim Handel von H2 über die Grenze in Pipelines und in Trailern müssen einerseits H2 und andererseits auch die Herkunftsnachweise und damit die Erneuerbarkeit handelbar sein. Im Projekt werden regulatorische und technische Hürden identifiziert.
Grenzüberschreitendes H2-Netz: Für das Gebiet Bodensee-Alpenrhein werden erste Abklärungen für ein mögliches Wasserstoffnetz durchgeführt. Dabei orientiert man sich am bestehenden Gasnetz, das umgenutzt und/oder durch neue H2-Pipelines ergänzt wird.
Motivation
Im Raum Bodensee-Alpenrhein sind zwei Wasserstoff-Produktionen in Betrieb (Stadt St.Gallen, Gemeinde Domat/Ems) und weitere geplant (z.B. Buchs SG). Aktuell gibt es im Projektgebiet erste Anwendungen von H2, insbesondere im Schwerlastverkehr. Es hat sich jedoch noch kein funktionierendes H2-Ökosystem etabliert, weil 1) der European Hydrogen Backbone (EHB) bis Lindau noch nicht existiert und das grenzüberschreitende H2-Netz und der Anschluss an den EHB noch nicht geplant sind, 2) weil der grenzüberschreitende H2-Handel mit regulatorischen Unsicherheiten behaftet ist sowie technische Herausforderungen in der Anfangsphase überwunden werden müssen und 3) erst wenige H2-Anwendungen etabliert sind. Das hier vorgeschlagene Projekt fokussiert auf diese drei Stossrichtungen, die nur mit einer transnationalen Vorgehensweise sinnvoll gelöst werden können.